„Der Fall Richard Strauss”


Schauspiel von Ronald Harwood

 

Diese Zusammenarbeit  zwischen dem Komponisten Richard Strauss und dem jüdischen Schriftsteller Stefan Zweig fand zwischen 1931 und 1935 vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus statt. So ungleich die beiden sind, wollen sie doch gemeinsam die komische Oper „Die schweigsame Frau“ an der Dresdner Semperoper zur Uraufführung bringen. Die Arbeit ist mit persönlichen Schwierigkeiten, aber vor allem durch die NS-Diktatur überschattet.

Während Strauss sich mit den Machthabern arrangiert, um sich den Rücken für die Arbeit freizuhalten, zerbricht Zweig an dem Zerfall seiner geistigen Heimat und wirft Strauss politische Naivität vor. Zweig emigriert schließlich nach Brasilien. Und Strauss muss sich Jahre später vor der Entnazifizierungskammer rechtfertigen.

Ein herausragendes Stück in dem zwei Künstler gezwungen sind zu wählen, zwischen Berufung und Gewissen.

 

Inszenierung: Gert Becker

Bühnenbild: Frank Joseph

Kostüm: Sylvia Rüger